Michael Hollweg

(1) Gedanken zum Stillstand

Zuversicht! 7 Wochen ohne Pessimismus<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-affeltrangen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>3</div><div class='bid' style='display:none;'>1464</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Zu Gott allein sei still, meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung. Er allein ist mein Fels und meine Hilfe, meine Burg, ich werde nicht wanken. Meine Rettung ist bei Gott und meine Ehre, mein schützender Fels, meine Zuflucht ist in Gott. Vertraue auf ihn, Volk, zu jeder Zeit. Schüttet euer Herz vor ihm aus. Gott ist unsere Zuflucht. (Psalm 62, 6-9)
Karen Hollweg,
Liebe Kirchbürgerinnen und Kirchbürger
Liebe Leserinnen und Leser unserer Homepage

Die Welt steht kopf: Das öffentliche Leben kommt immer mehr zum Erliegen; Länder schliessen ihre Grenzen; Schulen, Universitäten und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen. Auch in unseren Kirchgemeinden steht alles kopf. Oder sollten wir besser schreiben: Alles steht still? In unseren wunderschönen Kirchen in Affeltrangen und Märwil, in denen wir sonst fröhliche und besinnliche Gottesdienste feiern, wird es in den kommenden Wochen ruhig bleiben. Im Kirchgemeindehaus Affeltrangen, wo sonst emsiges Treiben herrscht, ist nun Leere.

Schon seit vielen Jahren sind wir im Pfarrdienst, aber eine solche Situation wie jetzt haben wir noch nicht erlebt. Dass wir Karfreitag und Ostern nicht in der Gemeinschaft mit anderen Menschen im Gottesdienst begehen und feiern können, wird eine völlig neue Erfahrung sein.

Dennoch – wir wissen es alle – liegt in jeder Krise auch eine Chance. In den kommenden Wochen haben wir die Chance, die Stille zu suchen und neu zu entdecken, was der Psalmist beschreibt: „Zu Gott allein sei still, meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung.“ Auch wenn wir im Moment nicht in der Gemeinschaft zusammenkommen können – aus gutem Grund, denn die Menschen aus den Risikogruppen gilt es zu schützen –, vor Gottes Angesicht treten und zu ihm beten können wir allemal: beten für die Kranken, beten für die Einsamen, beten für die Menschen, die in Spitälern und Arztpraxen unermüdlich Dienst tun, beten für ein Umdenken in unserer Gesellschaft, für Umkehr und Demut im guten Sinne.

Und wir können neue Erfahrungen machen: Die Natur atmet auf; Familien rücken zusammen; Musik auf Balkonen berührt die Herzen; Nachbarschaftshilfe macht Gebende und Nehmende gleichermassen glücklich. So wird es sicherlich in den nächsten Wochen auch viele Momente geben, die uns in besonderer Weise bewegen.

Gern sind wir als Ihr Pfarrehepaar auch in der jetzigen Situation für Sie da. Wenn Sie sich einsam fühlen, Sorgen haben, ein Gespräch zum Sortieren Ihrer Gedanken wünschen oder Hilfe beim Einkaufen benötigen, haben Sie bitte keine Scheu, sich bei uns im Pfarramt zu melden. Gern reden mit Ihnen am Telefon (Telefonnummer 071 917 12 02) und unterstützen Sie, wo wir es können.

Wir wünschen Ihnen allen, dass Sie gesund und behütet bleiben mögen und dass Sie es im Herzen spüren und erleben können: Gott ist unsere Zuflucht und unsere Hoffnung.

Herzlich
Ihr Pfarrehepaar Karen & Michael Hollweg

18. März 2020
Bereitgestellt: 18.03.2020     Besuche: 136 Monat 
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